Neuigkeiten aus unserer Pfarre

Spirituelle Begleitung zu den geprägten Zeiten im Kirchenjahr

Aktion Sorgentruhe

Gerade im Advent erleben viele Menschen ihre Probleme, Sorgen und oft auch ihre Einsamkeit als besonders bedrückend. Für jede und jeden von uns ist es dann gut zu wissen, dass jemand meine Sorgen ernst nimmt und an mich denkt. Deshalb haben wir in unserer Pfarre im Advent des Jahres 2008 die „Aktion Sorgentruhe“ ins Leben gerufen.

Worum geht’s bei der „Aktion Sorgentruhe“?

Unser Pfarrpatron ist der Heilige Apostel Petrus. Er schreibt im ersten Petrusbrief: „Werft all eure Sorgen auf den Herrn, denn er kümmert sich um euch.“ (1 Petr 5,7)

Wir nehmen das als Gemeinde sehr ernst, sammeln unsere Sorgen in einer besonderen Holztruhe und laden auch Menschen aus Nah uns Fern dazu ein, uns ihre Sorgen per Brief oder e-Mail zu schicken. Selbstverständlich werden alle e-Mails und Briefe streng vertraulich behandelt. Jede einzelne Nachricht wird vom Pfarrer dann auch nicht mit einem Standardschreiben, sondern sehr persönlich beantwortet.

Bei den Fürbitten in den Sonntagsmessen und am Vorabend wird unsere Sorgentruhe mitsamt den darin gesammelten Sorgen vor den Altar getragen - in der Heiligen Nacht dann zur Krippe. Einige Anliegen werden jeweils in den Fürbitten (natürlich anonym) aufgegriffen. Die ganze Gemeinde betet in jeder Messfeier, dass Gott alle Bitten erhören möge.

Die Aktion Sorgentruhe beginnt jeweils am 1. Adventsonntag und endet mit der Messfeier am Fest „Erscheinung des Herrn“ am 6. Jänner, in der die Sorgentruhe dann von den Sternsingern ein letztes Mal zur Krippe getragen wird.

Virtueller Advent- und Fastenkalender

2002 hatte ich die Idee unsere Pfarrangehörigen während des Advents durch einen Adventkalender der aus spirituellen Texten besteht auf das Fest der Geburt Christi vorzubereiten. Anfangs wurde diese Idee in unserer Pfarre sehr belächelt, denn ich wollte die Texte nicht nur bei uns in der Kirche auflegen sondern diese auch über das Internet verbreiten – und hier nicht einfach auf eine Homepage stellen sondern per eMail verschicken. Vor allem das Versenden ist für mich wichtig, weil man dadurch den Text in sein elektronisches Postfach bekommt und nicht täglich daran denken muss eine Seite im Internet aufzurufen.

Bereits im Advent 2002 – also bei der erstmaligen Ausführung meiner Idee – kam es zu einigen Medienberichten und so meldeten sich über 1000 Personen zum „Virtuellen Adventkalender 2002“ an. Bestärkt durch sehr viele positive Rückmeldungen, die ich aus aller Welt bekommen hatte, beschloss ich auch eine Begleitung in der Fastenzeit anzubieten. So waren also der „Virtuelle Fastenkalender“ und der „Virtuelle Adventkalender“ geboren.

In den vergangenen Jahren ergab sich dann mit einigen AbonnentInnen ein reger eMail-Verkehr, der sich über das ganze Jahr erstreckt. Und die Zahl der LeserInnen ist stetig angestiegen: im Advent 2010 sind täglich 2820 eMails versendet worden, in der Fastenzeit 2011 waren es 2640 – das sind allerdings nur die eingetragenen BezieherInnen: viele leiten die eMails weiter oder legen die jeweiligen Texte bei sich am Arbeitsplatz, in der Arztpraxis, am Gemeindeamt oder in der Pfarre aus.

Wurden anfänglich die Texte nur aus Büchern ausgewählt, so schreiben seit 2007 auch einige Priester Originalbeiträge: aktuell sind dies Pfarrer Franz Zeiger, Pfarrer i.R. Christoph Franz Dziwisch und Pfarrer Peter Jansen. Für die Verwendung der Texten aus Büchern werden selbstverständlich Abdruckgenehmigungen bei den jeweiligen Verlagen eingeholt.

Der „Virtuelle Adventkalender“ läuft immer vom 1. Adventsonntag bis zum Fest des Heiligen Stephanus am 26. Dezember. Die Anmeldung dazu ist auf www.adventkalender.or.at möglich.

Der „Virtuelle Fastenkalender“ erscheint täglich von Aschermittwoch bis Ostermontag, wobei die Anmeldung hierzu auf www.fastenkalender.or.at möglich ist.

Paul Michael Delavos, Betreuer der Aktionen „Virtueller Fastenkalender“ und „Virtueller Adventkalender“

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