Das Wort zum Sonntag – 3. Adventsonntag

Liebe Pfarrgemeinde!

Nicht mehr allzu lange dauert es, bis wir Weihnachten feiern dürfen, das Fest der Geburt Christi. Die Freu-de darüber, dass Gott zu uns Menschen kommt und in der Gestalt eines Kindes einer von uns sein will, strahlt schon aus und gibt dem 3. Adventsonntag den Namen „Gaudete“ – „Freuet euch!“

Wichtig ist, dass das Heil Gottes bei uns persönlich ankommt. Das heißt, in unserem Leben sollen wir Jesus Christus begegnen, der als das wahre Licht in die Welt gekommen ist, das alle Menschen erleuchtet. Und wir wissen natürlich aus eigener Erfahrung: Auch wenn wir an Gottes rettende Liebe glauben, so sind wir doch nicht immer in Freude und Hochstimmung. Die täglichen Sorgen, so manches Leid oder auch die Bedrohung durch Unfriede, Streit und Egoismus bedrücken auch uns Christen. Wir leben in dieser Welt und haben teil an der „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art.

Da mag es uns dann schon manchmal so ergehen, dass wir unsicher werden oder zweifeln, ob es denn Gott wirklich gut mit uns meint und ob sein Heil bei uns persönlich auch ankommt.

Die Worte der 2. Lesung aus dem Jakobusbrief trösten uns hier, wenn es heißt, wir sollten geduldig aus-harren bis zur Ankunft des Herrn. „Macht euer Herz stark, denn die Ankunft des Herrn steht nahe be-vor.“ Ja, diese Verheißung ist unsere Zuversicht. Gott, der Richter und Retter, steht bereits vor der Tür! Lassen wir ihn herein in die Tür unseres Herzens. Seien wir bereit in Glaube, Hoffnung und Liebe für das Kommen des Immanuel, des „Gott-mit-uns“!

Als der große Prophet Johannes der Täufer ins Gefängnis geworfen wurde, weil er es gewagt hatte, den König Herodes wegen seines ehebrecherischen Verhaltens zu kritisieren, da hörte er von den großen Taten Jesu. Und er ließ seine Jünger fragen, ob Jesus denn der sei, auf den alle warten würden. Die Antwort Jesu ist klar: Genau jene Wunderzeichen geschehen durch ihn, die vorausgesagt sind.

„Blinde sehen wieder, und Lahme gehen; Aussätzige werden rein, und Taube hören; Tote stehen auf, und den Armen wird das Evangelium verkündet.“ Und der Herr fügt hinzu: „Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.“

Diese Verheißung gilt auch uns, wenn wir an Jesus Christus glauben und ihn als unseren Erlöser und Retter annehmen. Wir werden wahrhaft selig sein – denn Gott ist unser Heil; er schenkt uns seine Freude und den Trost seiner Gegenwart. Lassen wir uns ganz auf seine liebende Vorsehung ein; denn Gott meint es wirklich gut mit uns, und er – der Retter – steht schon vor der Tür!

Kurat Michael Lubega