Das Wort zum Sonntag – 2. Adventsonntag

Liebe Pfarrgemeinde!

Mitten im frohen Trubel der Adventmärkte und der Weihnachtsvorbereitungen erwischt und das heutige Evangelium sozusagen am falschen Fuß: Da ist also dieser Johannes, Sohn der Elisabeth und des Zacharias, dessen ganze Existenz von dem Auftrag durchdrungen ist, das Kommen des Messias anzukündigen. Er ruft auf zu Umkehr und Buße und spricht von der Vergebung der Sünden.

Denn, so sagt er, mit dem Kommen des Messias erfülle sich die Verheißung aus Jesaja: Wenn er kommt, wird alles gut: Krummes wird gerade, Unebenes eben. Alle Menschen werden das Heil sehen. Was für eine Vorstellung: Alles wird gut! Alles wird richtig! - Keine Krankheiten, Sorgen, Kriege und Belastungen - nichts wird mehr da sein, was uns krumm macht, was erlitten, geplant, gerichtet, erledigt werden muss.

Mitten in die Hektik vor Weihnachten, wo wir mit unseren ganzen Planungen manchmal nicht mehr wissen, wo uns der Kopf steht, kommt diese Erinnerung: Es geht um viel mehr. Das Heil kommt von Gott! Die Botschaft heißt nicht: Schaff' mehr! Arbeite Effizienter! Alles muss vor Weihnachten fertig sein!

Die Botschaft heißt: Stopp! Denk einmal nach, was du gerade tust. Überleg' einmal, wohin du unterwegs bist und wo du deinen Weg korrigieren solltest. Und die Frage ist: Bist du bereit, dich einzulassen auf das Kommen des Messias, auf das Fest der Geburt Christi. Denn nichts weniger will uns dieser Johannes sagen. Wir sollten dieses Fest vor lauter Trubel nur nicht verpassen!

Ihr Pfarrer