Das Wort zum Sonntag – 27. Sonntag im Jahreskreis

Liebe Pfarrgemeinde!

Heute will ich mich einem Thema widmen, das im Zentrum unserer christlichen Botschaft steht – der Liebe.

Es gibt viele verschiedene Arten der Liebe. Angefangen bei der Gottesliebe, die Liebe zum Partner, die Liebe zu den Kindern, die Nächstenliebe und schließlich auch eine sehr wichtige: die Liebe zu den Tieren, besonders zu unseren Haustieren. All dies bezeichnen wir als Liebe, auch wenn sie, wenn wir sie spüren, doch unterschiedlich ist.

Beginnen wir mit der Gottes-Liebe: Um sie zu spüren und zu erleben, müssen wir auch offen dafür sein. Wichtig ist dabei in meinen Augen, dass man sich die nötige Zeit dafür nimmt, damit man sie spüren und in sich aufnehmen kann. Das muss nicht während des Sonntagsgottesdienstes oder in der Kirche sein. Das geht auch an jedem beliebigen Ort. Aber es braucht Zeit und die Bereitschaft, sich mit Gott zu verbinden, um in dieser Verbindung mit Gott die unendliche Gottesliebe wahrzunehmen. Liebe ist - das macht die Gottesliebe uns deutlich – an keine Bedingungen und Voraussetzungen gebunden, sie ist bedingungs-los!

Die Liebe zum Partner schaut ein wenig anders aus. Sie definiert sich meiner Meinung nach durch das, was man innerlich spürt, wenn man an den geliebten Menschen denkt. Was macht der geliebte Mensch aus und mit mir? Es sind oft Kleinigkeiten, die einem das Gefühl der Liebe spüren lassen – geben: dass man sich mit diesem Menschen verbunden fühlt. Man weiß, das ist der Ort, wo man sich aufgehoben und sicher fühlt, das ist mein Zuhause dort kann ich mich ausruhen, mich anlehnen und Kraft sammeln. Es ist auch ein Ort, wo man jederzeit willkommen ist und hingehen kann und auch vom anderen Verständnis findet für all die Probleme, die einen gerade beschäftigen. Es ist ein ständiges Geben und Schenken von Liebe zwischen den zwei Partnern.

Die Liebe zu den Mitmenschen – die Nächstenliebe und die Liebe zu den Kindern erwähne ich nur mit dem Begriff, weil ich mich zum Schluss noch ein wenig mit der Liebe zu den Tieren auseinandersetzen mag- wir feiern ja am Sonntag den Welttierschutztag. Gerade Tiere können uns eine enorme Liebe schenken, sie sind so unbekümmert, sie können es spüren, wenn es uns schlecht geht. Ohne dass Worte ausgesprochen werden müssen, kommen sie und trösten uns. Sie lieben uns ohne Wenn und Aber. Gerade durch sie wird spür- und erfahrbar, was bedingungslose Liebe heißt. Für viele einsame und ältere Menschen, aber auch Kinder, ist dies eine wichtige Quelle der Liebe.

Ich wünsche euch für diesen doch etwas anderen Herbst viele Quellen der Liebe.

Franz Pamminger