Das Wort zum Sonntag – 25. Sonntag im Jahreskreis

Liebe Pfarrgemeinde!

Die Liebe zu Gott und die Nächstenliebe sind die Grundlagen für eine echte Anbetung Gottes. Ohne dass unser Leben in der Liebe begründet ist, werden unser Glaube und unsere Anbetung zu einer bloßen Show. Die Liebe ist das Wesentliche, denn der Herr, der die Liebe ist, hat seinen Sohn unter uns gesandt und er hat diese Liebe gezeigt, indem er sich selbst am Kreuz für unsere Erlösung hingegeben hat. Das ist der Vermittler, über den Paulus in der zweiten Lesung spricht.

Der Dienst an Gott, der frei von Liebe ist, macht uns zu einem Leben der Heuchelei - ein Leben, das von Ungerechtigkeit, Korruption und Missbrauch aller Art geprägt ist. Das ist es, was Amos seinen Leuten in der Lesung sagt. Sie behaupteten, Gott anzubeten, den Sabbat und andere religiöse Rituale zu beachten, aber ihr Herz war völlig auf die Unterdrückung der Armen und für ihren persönlichen Gewinn ausgerichtet. Eine in der Liebe verwurzelte Anbetung ermöglicht es uns, ein sinnvolles Leben zu führen. Unser Glaube und unsere Anbetung spiegeln sich immer in der Art und Weise wieder, wie wir mit dem Anderen umgehen. Amos ruft die Israeliten auf, Gerechtigkeit und Liebe zu praktizieren. Aus der gleichen Liebe bittet Paulus darum, dass Gebete für alle Menschen ohne Unterschied dargebracht werden. Denn wir haben und dienen dem gleichen Gott, der der Herr aller Völker ist.

Dieser auf Liebe basierende Dienst Gottes hilft allen Menschen, ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren - das ist Erlösung oder ewiges Leben. Jesus gibt uns ein Beispiel für einen sehr kalkulatorischen, scharfsinnigen und sehr fokussierten Diener, der dafür gesorgt hat, dass er die Gegenwart vollständig nutzt, um die Zukunft zu sichern. Er nutzte die vergänglichen Dinge der Welt gut, um das, was bleibt, für immer zu sichern. Er sollte seine Verantwortung verlieren, also wurde er für sich selbst real und schmiedete Wege, um mit dem, was in der Zukunft lag, fertig zu werden. Seine Lösung für sein Problem war eine Lösung, die immer noch auf Liebe hinweist. Er schloss Freundschaft und Frieden mit den Schuldnern seines Herrn und wurde dabei von Jesus Christus gepriesen. Wir vergehen, die Welt und was immer wir besitzen, ist alles vergänglich, erkennen wir auch diese Realität an? Unser Leben ist uns anvertraut worden, nehmen wir es als unser eigenes, um unseren eigenen Bedürfnissen und Interessen zu dienen und die Gefahr zu vergessen, diese Verantwortung zu verlieren? Erkennen wir unsere Unfähigkeit und Einschränkung an? Und wenn wir anerkennen, kommen wir dann mit demjenigen zurecht, der zu unserer vollständigen Rettung kommen kann? Für uns sind es nicht die menschlichen Schuldner, an die wir uns wenden sollen, sondern Gott, der die Fülle des Lebens ist.

Deshalb ruft uns Jesus auf, ehrlich zu sein. Um uns selbst treu zu bleiben. Wenn wir uns selbst und dem, was uns anvertraut wurde, aufrichtig gegenüber stehen, wird Gott uns automatisch noch viel mehr Dinge anvertrauen und das ewige Leben. Lasst uns versuchen, keine Chance und Anstrengung zu verlieren, die uns dazu bringt, unser dauerhaftes Schicksal zu sichern. Lasst uns alles tun, was wir können, um es zu verwirklichen. Möge unsere Anbetung in Liebe gelebt werden.

Ihr Pfarrer