Das Wort zum Sonntag – 2. Sonntag der Osterzeit

Liebe Pfarrgemeinde!

Im heutigen Evangelium begrüßt Jesus seine Jünger mit der Gabe des Friedens und der Gabe des Heiligen Geistes. Jesus beauftragt auch seine Jünger, das Werk, das er begonnen hat, fortzusetzen. Wie Jesus von Gott gesandt wurde, so sendet auch Jesus seine Jünger. Diese Kontinuität mit der eigenen Sendung Jesu ist ein wesentliches Element der Kirche. Jesus schenkt die Mittel, um diese Mission zu erfüllen, indem er seinen Jüngern die Gabe des Heiligen Geistes gibt. Der Heilige Geist verbindet uns als Glaubensgemeinschaft und stärkt uns, Zeugnis von der Auferstehung Jesu abzulegen.

Jesu Worte an seine Jünger unterstreichen auch den integralen Zusammenhang zwischen der Vergebung der Sünden und der Gabe des Heiligen Geistes. Vergebung und Versöhnung sind Geschenke an uns von Jesus. Mit der Gnade des Heiligen Geistes können wir diese Vergebung und Versöhnung mit unseren Mitmenschen teilen. Dies ist ein weiterer wesentlicher Aspekt dessen, was es bedeutet, die Kirche Christi zu sein. Die Kirche setzt den Dienst der Vergebung und Versöhnung Jesu fort.

Thomas, der zweifelnde Jünger, repräsentiert die Realität der Kirche, die dieser ersten Gemeinschaft von Jüngern folgt. Alle außer den ersten Jüngern Jesu müssen glauben, ohne zu sehen. Wie Thomas können wir an der Nachricht zweifeln, dass Jesus, der gekreuzigt und begraben wurde, seinen Jüngern erschienen ist. Es gehört zu unserer menschlichen Natur, nach eindeutigen Beweisen zu suchen, dass der Jesus, der den Jüngern nach seinem Tod erschienen ist, tatsächlich derselbe Jesus ist, der gekreuzigt wurde. Thomas hat stellvertretend für uns diesen Beweis erhalten. Er bezeugt uns, dass der auferstandene Jesus derselbe ist, der gestorben ist. Durch die Gabe des Heiligen Geistes sind wir unter denen, die gesegnet sind, denn wir haben nicht gesehen und dürfen trotzdem glauben.

Kurat Michael Lubega