Das Wort zum Sonntag – 33. Sonntag im Jahreskreis

Liebe Pfarrgemeinde!

Liebe Freunde, ich bin sicher, dass die Lebensgeschichte des heiligen Martin und der heiligen Elisabeth fast allen von Euch bekannt ist.

Elisabeth, die die Tochter des Königs Andreas II. war, war 19 Jahre alt, als sie eine neue Berufung des Lebens annahm, ein Leben der Einfachheit, Armut und der Liebe zu den Armen zu führen. Die Botschaft des Heiligen Franz von Assisi hatte in ihr ein großes Echo gefunden. Sie floh von der Wartburg und lebte als Franziskanerterziarin in großer Armut.

Sie gründete ein Krankenhaus in der Nähe von Marburg an der Lahn, das sie leitete und in dem sie die Arbeit übernahm, die niemand sonst machen wollte.

In der Legende von Martin und dem Bettler werden wir auch ermutigt, das Wenige, was wir haben, mit den Bedürftigen zu teilen. Er hatte einen Umhang, schnitt ihn aber in zwei Teile, damit er ihn mit dem Bettler teilen kann.

Liebe Freunde, die beiden Heiligen Elisabeth und Martin, haben das Leben radikal verändert, sie haben sich einem Leben der Herrschaft und Macht verwehrt, sie haben sich selbst ein Leben des Komforts und des Luxus verwehrt, um die Liebe und den Dienst für die Armen anzunehmen. Sie haben nicht nur Charity praktiziert, sondern auch Caritas gelebt!

Ja, es gibt wirklich materielle Armut, aber es gibt viele Menschen, die unter anderen Arten von Armut leiden, und viele sind auch unter uns, und einige können sogar unsere Verwandten oder Nachbarn sein – die Einsamen, die Ausgegrenzten, die Kranken, die unsere Aufmerksamkeit brauchen, die politisch Misshandelten und viele andere.

Ich nutze diese Gelegenheit, um der Caritas für ihre Initiative zur Unterstützung der Armen und vieler anderer Organisationen oder Gruppen zu danken. Ich kann nicht vergessen, euch Menschen guten Willens zu danken, die das, was ihr habt, mit den Armen teilt.

Ich komme aus Afrika, ich weiß, wie Armut riecht, wie Armut aussieht, wie katastrophal Armut ist und wie Armut töten kann!

Wenn ich also Danke sage, dann meine ich es von ganzem Herzen!

Michael Lubega