Das Wort zum Sonntag – 13. Sonntag im Jahreskreis

Liebe Pfarrgemeinde!

Das Arbeitsjahr neigt sich langsam dem Ende zu. Gleichzeitig lockert sich der Würgegriff der Corona-Pandemie. Wahrlich ein Grund endlich wieder einmal richtig aufzuatmen. In diese befreiende Situation mischt sich jedoch auch die Sorge, wie wird es im Herbst mit Corona weitergehen, wie wird es im Herbst mit unseren Pfarren und Pfarrgemeinden weitergehen. Die Corona-Pandemie hat ihre Spuren hinterlassen - strukturell-organisatorische, aber auch emotionale in den Herzen der Menschen. Was es jetzt braucht ist eine neue Aufbruchsstimmung - dabei geht es nicht nur darum, alte liebgewonnene Strukturen einfach wieder zu restaurieren, den Status quo vor der Corona-Pandemie wiederherzustellen. Es geht auch darum zu überlegen, was ist erhaltenswert, wo laufen wir alten Träumen nach, wo braucht es neue Innovationen, neue Ideen, neue Initiativen. Das wird keine leichte Aufgabe.

Am 29. Juni feiern wir das Hochfest der Aposteln Petrus und Paulus. Gerade Paulus kann uns in dieser Situation ein echtes Vorbild sein. Trotz vielerlei Rückschläge, trotz mancher Unstimmigkeiten innerhalb und zwischen den ersten Gemeinden hat er an seinem Weg festgehalten, hat er unermüdlich versucht, den Menschen der seinerzeit bekannten Welt die Botschaft Jesu Christi näher zu bringen. Dabei hat er auch persönliche Risiken und Entbehrungen bewusst in Kauf genommen, wie wir es in der Apostelgeschichte gut nachlesen können.

Diese Tatkraft des Heiligen Apostel Paulus wünsche ich uns für die kommenden Monate, für die kommende Zeit, wo es gilt die Spuren, die die Corona-Pandemie hinterlassen hat, aufzuräumen. Dass jetzt im Sommer auch Zeit für Erholung und Entspannung übrig bleibt sollen wir dabei nicht außer Acht lassen. In diesem Sinn liebe Grüße und eine gute Zeit!

Heinz Kratochwill