Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 3. Sonntag im Jahreskreis

mmer wieder wird uns gesagt, dass Gott uns liebt. Es wird uns berichtet, dass er seinen Sohn in unsere Welt gesandt hat. Es heißt, dass Jesus gekommen ist, um den Armen eine frohe Botschaft zu bringen, den Gefangenen Freiheit und den Blinden das Augenlicht. So hören wir es auch heute im Evangelium.

Damit geht ein alter Menschheitstraum in Erfüllung. Der Traum von Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit für alle.

Aber können wir das beispielsweise auch an einem Tag glauben, an dem alles schief geht? Können wir das in einem Jahr glauben, in dem es auf der Welt wieder einmal drunter und drüber geht? Können wir glauben, dass sich wirklich jeder Mensch den Frieden wünscht, wenn wir die neuesten Nachrichten verfolgen?

Sollen wir wirklich glauben, was in einem alten Buch steht?

Nun, ich denke, wenn wir in unseren Alltag hineinschauen, dann gibt es da schon immer wieder Momente, in denen wir nicht lange nachdenken, sondern einfach aus Vertrauen heraus handeln. Sogar, wenn wir es mit wildfremden Personen zu tun haben – ein gewisses Grundvertrauen ist uns allen in die Wiege gelegt.

Presse-, Rundfunk- und Onlineberichte erzählen allerdings nur recht selten frohe Botschaften, außer es handelt sich um eine glimpflich ausgegangene Katastrophe.

Und auch die Werbung legt uns nahe, dass die Sicherheit im Leben beispielsweise nur durch den Erwerb eines Autos von bestimmten Herstellern gegeben ist und es das einzig erstrebenswerte ist, wenn die Preise fallen oder es besondere Schnäppchen gibt.

Dabei übersehen wir das beste Angebot, weil dafür kein Platz mehr in der Werbung ist.

Auch in den Bücherregalen ist vielfach kein Platz mehr dafür.

Aber in der Werbung und in Bücherregalen ist dafür auch kein Platz zwingend notwendig. Wichtig ist einzig und allein, mit dem Herzen zu begreifen, dass Gott uns über alles liebt.

Franz Zeiger, Pfarrer

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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