Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 2. Adventsonntag

An diesem Sonntag lasse ich Sie gerne an den Advents- und Weihnachtsgedanken der Religionspädagogin Frau Monika Nemetschek Anteil haben:


Weihnachtsbrief von Jesus, dem menschgewordenen Gott
Ihr, meine geliebten Erdengeschwister, sollt wissen, dass mir euer Sorgen und Ängstigen um Leib, Leben und eure Lieben, sehr nahegeht. Ihr denkt oft, ich wäre ferne, oder es gäbe mich überhaupt nicht. So nisten sich Zweifel und Verzagtheit ein in euren Herzen und eine tiefe Traurigkeit – begleitet von andauernder Spannung – wird zur Grundstimmung in diesen Tagen der Pandemie.
Ich lade euch ein, die jetzige Etappe eures Erdenweges mit mir zu gehen. Weiß ich doch, was ihr fühlt, wie ihr denkt und wie ratlos ihr oft seid.
Erlaube mir, du geliebter Mensch, mit dir im Jetzt und Heute zu leben. Du sollst wissen – auch wenn es für dich nicht vorstellbar ist – mein Leben in dieser Welt war dem Deinen viel ähnlicher als du denkst.
Ich bin in meinem Erdenleben all dem begegnet, was auch dein Leben ausmacht. Ich kenne die Lasten, die du zu tragen hast; weiß, wie es sich anfühlt, wenn einen Todesangst anfällt. Ich habe die unendliche Müdigkeit erfahren, die lähmt, wenn man der Erfolglosigkeit des eigenen Mühens gewahr wird … .
Bis heute muss ich zuschauen, wie die von mir geliebten Menschen sehenden Auges in ihr Ungemach rennen, getrieben von Spaßhunger, Lebensgier und ungebremstem „Will haben“. Alltäglich bin ich Zeuge, wie ihr meine Schöpfung, euren Heimatplaneten, zerstört. Ihr beutet ihn aus, des vorschnellen Gewinnes wegen.
Es scheint, als hättet ihr die Beziehung zu mir, dem Gott-mit-Euch, verloren. Habt ihr euch etwa einen Gott gebastelt nach eurem Dafürhalten, eurem Fassungsvermögen gemäß? Dann könnt ihr jetzt nicht mit ihm, zumal ein solcher Gott gar nicht existiert, er wäre lediglich ein Hirngespinst.
Manche eurer sogenannten christlichen Glaubensüberzeugungen haben mit mir, einem Gott der liebevollen Zugewandtheit, nichts zu tun. Ich bin der ganz Andere, der große Liebende!
So lebt ihr in der Bodenlosigkeit eurer Tage. Bedroht von vielerlei Befürchtungen, einem wiederkehrenden Lockdown ausgesetzt, einer neuen Virenmutation entgegengehend, von einem Blackout bedroht …
Voller Ängste starrt ihr dem Kommenden entgegen, reizbar wie ihr seid, beschuldigt ihr euch gegenseitig und beklagt euer Geschick …
Habt ihr vergessen, dass dieses Leben nur die Ouvertüre ist? Der Vorhang geht erst auf!
Es ist an der Zeit für euch, umzudenken: Versucht, im Vertrauen auf mich, in Achtsamkeit und Solidarität, euren Weg zu gehen.
Ich lade euch ein, meine geliebten Geschwister, in mir, den euch liebevoll zugewandten großen Bruder zu erkennen. Denkt öfter daran: Ich bin einer von euch geworden, um euch nahe zu sein, um euch beizustehen. Lasst euch von mir begleiten. Mein Mit-euch-Sein ist behutsam, voller Liebe und Geduld. Habt Vertrauen, lernt nach innen zu gehen, damit ihr meine Stimme vernehmen könnt und ich euch vor Irrwegen bewahren kann.
Ihr dürft dessen gewiss sein: wenn ihr die Türe ins Innere eures Wesens öffnet, werde ich eintreten und nimmer von euch gehen.
Ich werde Angst und Zweifel von euch nehmen und euch mit meinem Frieden beschenken. Lasst euch die Botschaft von Weihnachten in diesen ver-rückten Tagen aufs Neue zusagen:

„Fürchte dich nicht, du geliebter Mensch,
du bist aufgehoben in der Zu-Neigung deines Gottes
und nichts kann dich dieser Liebe entreißen.
Denn du bist für immer mit mir untrennbar verbunden.
Und meine Liebe rettet dich aus dem Sterben ins Leben.“

Monika Nemetschek, November 2021

Sepp Krasser

 

→  Zum Verzeichnis der Sonntagsworte...

 

„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

Pfarrblatt Advent

weiter...

Spallerhofer Tafel

weiter...

Gottes Schöpfung...

... in unserer Hand!
Unser Projekt TierLichtBlick weiter...

Speziell für unsere Kleinen ...

... sind die tierischen Bewohner, die in unserem Pfarrhaus für mehr Leben sorgen, online!
Arche Noah
weiter...

Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

Links

Viele interessante Linksweiter...