Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 14. Sonntag im Jahreskreis

Petrus und Johannes gehen zum Tempel um zu beten. Beim Tor des Tempels begegnen sie einem Mann, der von Geburt an gelähmt war. Er bittet die beiden um ein Almosen.

Petrus und Johannes sehen ihn. Sie sehen ihn nicht nur im Vorübergehen. Sie sehen ihn an. Sie sehen seine Situation und lassen sich davon berühren. Und jetzt ergreift Petrus die Initiative. Er wendet sich dem gelähmten Mann zu. Ein wenig Geld hätte der sich höchstenfalls erwartet. Aber was Petrus jetzt tut, stellt alle Erwartungen des Kranken in den Schatten. Petrus handelt aus einem tiefen Vertrauen zum Auferstandenen, wenn er nun sagt: „Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher!“ Er fasst ihn an der Hand und richtet ihn auf. Der Mann spürt wie Kraft in seine Beine kommt. Er springt auf und ist geheilt.

Diese Erzählung aus der Apostelgeschichte hat mich schon immer fasziniert. Sie zeigt die ureigenste Berufung der Kirche. Unsere Aufgabe ist es das Heil in die Welt zu bringen. Silber und Gold sind dabei manchmal vielleicht ganz hilfreich, aber das Wesentliche sind diese Dinge nicht. Was ist das Wesentliche? Es ist das Vertrauen auf Jesus! Ein Vertrauen, wie Petrus es an den Tag legt. Ein Vertrauen, das einen Glauben ermöglicht, mit dem uns alles möglich ist. Ein Glaube, der Berge versetzt. Ein Glaube, der aufrichtet – der zerbrochene Hoffnungen und gleichgültig gewordene Herzen heil macht. Ein Glaube, der Wege zum Leben öffnet, wo Krankheit und Tod das letzte Wort zu haben scheinen.

Ich bin zutiefst davon überzeugt: Wenn wir Christ:innen uns bewusst wären, mit welcher Kraft uns Jesus ausgestattet hat, wir würden aus dem Staunen nicht mehr herauskommen - so wie die Leute damals, die die eingangs erwähnte Szene vor dem Tempel miterlebt haben.

Wie wär’s: wagen wir gemeinsam das Abenteuer, diese Kraft des Glaubens in unseren Herzen und in unsere Gemeinde wieder neu zu entdecken und zur Entfaltung zu bringen?

Unser Pfarrpatron zeigt uns die Richtung und er lässt uns unterwegs auch nicht allein. Ich kann Ihnen versichern: Petrus traut uns allerhand zu.

Woher ich das weiß? Schließlich bürgt er für den Spallerhof mit seinem Namen!

Franz Zeiger, Pfarrer

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

Spallerhofer Tafel

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... sind die tierischen Bewohner, die in unserem Pfarrhaus für mehr Leben sorgen, online!
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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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