Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 1. Adventsonntag

Ohne Zukunft kann der Mensch nicht leben. Unser Leben kann nur gelingen, wenn es von Hoffnungen und Verheißungen getragen ist, für die es sich lohnt zu leben und auch zu leiden.

Wenn wir heute den Advent beginnen, geht es der Kirche keineswegs um ein Vertrösten auf das Jenseits, um ein Ablenken oder Zudecken der Fragen und Probleme des Heute. Die Verheißungen sollen uns hellhörig machen und unseren Blick vom „Nur-Jetzt“ lösen und auf das Morgen richten. Der Mensch ist nicht in die Vergangenheit verliebt, aber auch nicht im Jetzt gefangen. Er schaut vorwärts, er ist ein Mensch der Zukunft. Er will wissen, was auf ihn zukommt, auf ihn persönlich, aber auch auf die Welt als Ganzes. Das Evangelium spricht vom Tosen der Elemente, von Grauen und Angst, vom Weltuntergang. Der Evangelist spricht in Bildern, die schon für so manche Weltuntergangsprophezeiungen und Predigten herhalten mussten. Tatsächlich - unsere Welt strotzt von Schrecknissen. Grauen und Angst werden uns täglich via Fernsehen, Radio und Zeitung frei Haus geliefert. Manche sagen daher: Ja, es ist soweit. Doch in Wahrheit weiß niemand, ob das Maß voll ist oder nicht. Aber ist diese Frage überhaupt so wichtig? Geht es nicht um etwas Anderes, etwas Größeres und Frohmachendes? „Der Menschensohn wird kommen in Macht und Herrlichkeit.“ Das ist die tragende adventliche Verheißung: Nicht Chaos, Verzweiflung und Dunkel sind das Ziel unseres Lebens. Ziel unseres Lebens ist der Herr, die Gemeinschaft mit ihm. Von ihm wissen wir, dass er die Kranken heilte, die Trauernden tröstete, den Sündern Vergebung schenkte und ihnen Mut zum Neubeginn zusprach. Er ist gekommen, uns aufzurichten und einzuladen zum großen und ewigen Hochzeitsmahl. Und er wird wiederkommen, um Recht zu sprechen und um das Begonnene zu vollenden. Das Evangelium des 1. Adventsonntags will uns nicht in Angst und Schrecken versetzen. Es ist Anruf und Auftrag die Welt zu verändern. Es fordert unseren Einsatz für das Gelingen unseres Lebens und der ganzen Schöpfung. „Wachet und betet!“ heißt der Zuruf des Evangeliums. Das ist der Leitfaden durch den Advent, die Grundhaltung christlichen Lebens. Wachsam sein heißt keineswegs, nur auf den eigenen Teller zu sehen und das Überkommene zu bewahren, sondern die Zeichen der Zeit zu erkennen und zu nutzen, vorwärts zu schauen ohne das Hier und Jetzt zu vernachlässigen. Im Heute hat das Himmelreich schon begonnen!

Franz Zeiger, Pfarrer

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

Spallerhofer Tafel

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... sind die tierischen Bewohner, die in unserem Pfarrhaus für mehr Leben sorgen, online!
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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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