Das Wort zum Sonntag – Weihnachstfest

Liebe Pfarrgemeinde!

Vor einigen Tagen habe ich einen Text eines unbekannten Verfassers zugeschickt bekommen, der mich sehr berührt hat. Diese Weihnachtsversion des Hoheliedes der Liebe aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Korinther möchte ich uns allen an diesem Weihnachtsfest ans Herz legen:

Wenn ich mein Haus perfekt mit duftenden Tannenzweigen, strahlenden Lichterketten und klingenden Glöckchen schmückte, aber keine Liebe für meine Familie hätte, wäre ich bestenfalls ein Dekorateur.

Wenn ich mich in der Küche abmühen und zentnerweise Weihnachtskekse backen würde, die erlesensten Gerichte zubereiten und zum Essen einen festlich gedeckten Tisch präsentieren würde, aber keine Liebe für meine Familie hätte, wäre ich nichts als ein einigermaßen begabter Koch.

Und selbst wenn ich in der Wärmestube für Obdachlose mithelfen, im Seniorenzentrum Weihnachtslieder singen und all meinen Besitz für wohltätige Zwecke spenden würde, aber es ohne Liebe täte, nützte es mir nichts.

Wenn ich den Christbaum mit glänzenden Engeln und Lichterketten schmückte,
wenn ich an tausend Weihnachtsfeiern teilnehmen und im Kirchenchor singen würde,
aber nicht das Kind in der Krippe im Herzen hätte, dann hätte ich nicht begriffen, worum es eigentlich geht.

Die Liebe unterbricht das Keksebacken um ein Kind zu umarmen. Die Liebe lässt das Dekorieren sein und küsst die Ehefrau oder den Ehepartner.

Die Liebe ist freundlich trotz Eile und Stress. Die Liebe beneidet andere nicht um ihr Haus mit ausgesuchtem Weihnachtsporzellan und passenden Tischsets.

Die Liebe schreit die Kinder nicht an, dass sie aus dem Weg gehen sollen, sondern sie ist dankbar, dass es sie gibt und sie im Weg stehen können.

Die Liebe gibt nicht nur denen, die etwas zurückgeben können, sondern sie beschenkt gerade jene mit Freuden, die das Geschenk nicht erwidern können.

Die Liebe erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf!

Laptops werden früher oder später ihren Geist aufgeben. I-Phones werden kaputt gehen, Perlenketten gehen mit der Zeit verloren und selbst die teuersten Autos werden irgendwann verrosten.
Was bleibt sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Diese drei. Doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

Ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest voll Licht und Liebe wünscht Ihnen von ganzem Herzen

Ihr Pfarrer