Das Wort zum Sonntag – 14. Sonntag im Jahreskreis

Liebe Pfarrgemeinde!

Wir stehen am Beginn des Sommers, der Ferien- und Urlaubszeit und hoffentlich auch am Ende einer Corona-Auszeit, die wir in den letzten Monaten erleben mussten. Es war für uns alle eine neue Erfahrung für unser weiteres Leben. Da passt es gut, wenn Jesus uns im Evangelium an diesem Sonntags zuruft: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ In früheren Fassungen hat es geheißen: „Ich will euch erquicken!“ – Da muss ich ans Wandern denken und an diese besondere Durststrecke während der Corona-Zeit zurückdenken: wie gut es einem tut, wenn man zu einer Quelle kommt, sich dort abkühlen kann und dort das kühle frische Wasser trinkt. Da hat man die Möglichkeit, Kraft zu tanken und neuen Mut zu schöpfen für den weiteren (Lebens-)Weg. Für mich ist dieser Satz einer der schönsten in der ganzen Heiligen Schrift.

Jeder von uns empfindet die vielen unterschiedliche Formen von Mühsal und „beladen sein“ anders. In meinen Augen macht es einen großen Unterschied, wie man die Ereignisse sieht und beurteilt, besonders die, die wir in den letzten Monaten erleben und durchmachen mussten und in Folge, wie wir dann damit umgegangen sind. Man kann vieles als Katastrophe und schrecklich sehen und sich dann davor fürchten oder auch dies als Gelegenheit nützen, vieles in seinem bisherigen Leben zu hinterfragen und die wichtigen Dinge für sich neu ordnen und dann „Ruhe finden“. Genau das macht in meinen Augen den Unterschied aus, ob wir in diesem Sommer Erholung finden, die Ferien und den Urlaub auch wirklich genießen können oder nicht.

Ich wünsche euch, uns allen, von ganzem Herzen, dass wir in den kommenden Wochen wirklich unsere Ruhe finden und auch viele schöne, wunderbare Erfahrungen und Momente erleben.

Franz Pamminger