Das Wort zum Sonntag – Dreifaltigkeitssonntag

Liebe Pfarrgemeinde!

Heute ist Dreifaltigkeitssonntag, und wir sind eingeladen, in das wirkliche Herz Gottes zu schauen, um zu sehen, wie er ist - Vater, Sohn und Heiliger Geist. Allerdings können wir nicht verstehen, wie wir einen einzigen Gott aus drei Personen haben können; aber das bedeutet nicht, dass wir ihn nicht als „Trinität“ erfahren könnten. Nun, wie viele von uns begreifen, wie eine Vision entsteht, wie das Licht, das in unsere Augen kommt, in unserem Gehirn Bilder erzeugt? Auch wenn wir Gott als Trinität nicht begreifen, können wir ihn erfahren.

Lasst uns mit Gott-Vater beginnen: er ist unser Schöpfer. Und er hat uns aus Liebe geschaffen, obwohl er uns nicht brauchte. Gott ist in sich selbst vollständig, er bedarf unser nicht, sondern er „liebte uns in die Existenz hinein“, als ein freies Geschenk der Liebe. Uns muss klar sein, ohne Gottes Liebe würden wir nicht existieren. Wenn ich jemanden treffe, der sagt: „Ich glaube nicht an Gott“, bin ich in Versuchung zu sagen: „Wenn du auch an Gott nicht glaubst, er glaubt an dich! Wenn es nicht so wäre, gäbe es dich nicht! Gott schuf uns aus Liebe und für die Liebe. Aber hin und wieder verfallen wir in den Fehler, Gott nicht so zu lieben, wie wir sollten. Er sandte uns seinen Sohn, um uns zu retten und den Preis für unsere Sünden zu entrichten. Und damit können wir Jesus „begreifen“, dass er aus Liebe zu seinem Vater und zu uns auf sich nahm, für unsere Sünden zu sterben. So erfahren wir den Sohn als unseren Retter, als unseren Freund und Bruder.

Aber das war nicht genug; denn Gott wollte, dass wir mit ihm für immer glücklich seien, und der einzige Weg, dies zu erreichen, ist „heilig“ zu sein, das heißt, mit und in Gott zu leben. So sandte er uns den Heiligen Geist, um uns dafür zu weihen; den Heiligen Geist können wir erleben, wenn uns die Stimme in uns zuflüstert und auffordert, das Gute zu tun und das Böse zu vermeiden. Er ist immer mit uns, an unserer Seite.

Immer dann, wenn wir die Dreifaltigkeit nicht verstehen können, sollten wir uns vor Augen führen, dass Gott uns als Vater und Schöpfer liebt, Jesus als Bruder und Retter, und der Heilige Geist als Begleiter und Weihender.

Liebe Schwestern und Brüder! Das Göttliche zu verstehen, ist keine Wissenschaft, ist weder Mathematik, noch Physik und so weiter und so fort. Es ist der Glaube, der uns zu Gott hinführt!

Ich gratuliere der Pfarre Hlgst. Dreifaltigkeit zu diesem Tag und danke unseren drei Pfarren, dass wir uns oft bemühen, zusammenzukommen.

Ich erhoffe für euch einen schönen Sonntag; Gott sei mit euch!

Kurat Michael Lubega