Das Wort zum Sonntag – Dreifaltigkeitssonntag

Liebe Pfarrgemeinde!

„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ So hören wir es im Evangelium zum Dreifaltigkeitssonntag.

In diesen Tagen kommt das Thema Liebe vermehrt in den Schrifttexten der Gottesdienste vor. Ein Anlass ist der Dreifaltigkeitssonntag. Der zweite Anlass ist der Fronleichnamstag am kommenden Donnerstag. In beiden Festen wird deutlich, wozu Liebe befähigt:

Gott will retten! Darum sendet er seinen Sohn. Der tut alles, dass diese Rettung möglich wird. Und am Ende steht ewiges Leben.

Vater und Sohn sind durch die Liebe eins und durch den Heiligen Geist können wir erkennen wir, was das für uns bedeutet. Nämlich, dass dieser Gott der Liebe sich uns zuwendet und unsere Sehnsucht nach ewigem Leben in ihm seine Erfüllung findet.

„Wenn Ihr das ewige Leben sucht, dann findet ihr es in mir. Ich biete mich euch an als Brot des Lebens!“, so können wir es am Donnerstag erfahren. Deshalb wird in vielen Gegenden die Fronleichnamsprozession gehalten. Wir bekommen gezeigt: „Hier ist das Leben. Wir tragen es dahin, wo sich das Leben abspielt. Durch verkehrsreiche Straßen führt der Weg genauso wie an Äckern und Feldern vorbei, auf denen wächst, was wir zum Leben brauchen.

Gerade die Fronleichnamsprozession soll uns Mut machen, in unseren drei Stadtteilen, in unserer unmittelbaren Umgebung nach Zeichen der Liebe zu suchen. Zu Fronleichnam macht sich Jesus ganz öffentlich. Da zeigt er sich allen. Das betrifft an diesem Tag nicht nur die Kirchgänger, sondern auch jene, die entlang des Prozessionsweges wohnen oder die Autofahrer, die für einige Minuten stehen bleiben und warten müssen.

Mit unserer gemeinsamen Fronleichnamsprozession machen wir deutlich: Christus ist unter uns. Und wir sind mit ihm in unserer Mitte gemeinsam unterwegs.

Pfarrassistent Franz Pamminger