Das Wort zum Sonntag – 5. Sonntag der Osterzeit

Liebe Pfarrgemeinde!

Die Lesung aus der Apostelgeschichte berichtet uns von den Anfängen der Kirche. Der Glaube an den gekreuzigten und auferstandenen Herrn breitete sich aus durch das Zeugnis der Apostel und ihrer Mitarbeiter, aber auch durch ganz gewöhnliche Frauen und Männer, die sich in ihrem Alltag zum Herrn bekannten. Es war ihnen gleichsam unmöglich, von jener Hoffnung zu schweigen, die sie erfüllte! Alle Menschen sollten davon erfahren.

Durch die Gemeinschaft mit Jesus Christus erhalten wir Anteil am Reich Gottes. In ihm ist das Himmelreich schon zu uns gekommen, auch wenn die endgültige Vollendung in Herrlichkeit noch aussteht. Wir befinden uns sozusagen in der „Zwischenzeit“: Gott ist in Jesus Christus Mensch geworden. Jesus hat auf der Erde die frohe Botschaft von der Liebe Gottes verkündet und den Jüngern sein Gebot der Liebe hinterlassen: „Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.“ Nach seinem Tod am Kreuz ist er am dritten Tag auferstanden und vierzig Tage danach in den Himmel aufgefahren. Von dort, vom Vater her, hat er den Heiligen Geist gesandt, der die an Jesus Glaubenden stärkt und mit seiner Kraft beseelt.

So wissen wir als Christen: Wir sind bereits aufgenommen in die Gemeinschaft mit Gott, wenn wir aus der heiligmachenden Gnade leben, die wir in der Taufe empfangen haben.

Der Weg des Christen auf Erden ist sowohl von Freude und Hoffnung, als auch von Leiden und Prüfungen gekennzeichnet. Paulus und Barnabas sprachen darum den Jüngern Mut zu; sie ermahnten sie, dem Glauben treu zu bleiben. Denn: „Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen.“ (Apg 14,22)

Die Bedrängnisse des irdischen Lebens sind für uns kein Anlass zu verzweifeln. Sie gehören einfach dazu, und wir dürfen Gott vertrauen, der alles zum Besten zu lenken weiß. Wer mit Jesus Christus in Glaube, Hoffnung und Liebe verbunden ist, braucht nichts zu fürchten. Selbst die eigene Schwachheit und Sündhaftigkeit werden zum Anlass, sich immer wieder neu in die Arme des barmherzigen Gottes zu werfen!

Denken wir im Gebet an all jene Menschen, die um ihres Glaubens willen Verfolgung erleiden müssen. Das sind auch heute in verschiedenen Ländern der Welt sehr viele. Sie bemühen sich, Gott treu zu bleiben, und sie brauchen unsere Solidarität und unsere Unterstützung im Gebet.

Maria, die Jungfrau und Gottesmutter, sei auch uns Mutter und Fürbitterin bei ihrem Sohn Jesus Christus! Amen

Kurat Michael Lubega