Das Wort zum Sonntag – 6. Sonntag der Osterzeit

Liebe Pfarrgemeinde!

Der Heilige Florian ist der Patron der Diözese Linz und neben dem Heiliglen Leopold auch Patron des Landes Oberösterreich.

Bei einer Kirchenführung für Kinder wurden die Kleinen gefragt: „Was schüttet denn der Heilige Florian mit seinem Kübel auf das Haus?“ - Die Antwort war verblüffend: „Beton!“ Das sind eben Kinder des 21. Jahrhunderts! - Die Erwachsenen wissen sicher besser Bescheid. - Wer kennt nicht das Gebet zum Heiligen Florian: „Heiliger Florian, beschütze unser Haus - und zünd´s and´re an!“ - Der Heilige Florian hat also mit dem Feuer zu tun, nicht aber als „Brandstifter“, er soll vielmehr „die Feuerwehr“ sein, mit dem Wasser uns zu Hilfe kommen. Das leitet sich davon ab, dass der Heilige im Wasser der Enns ertränkt wurde.

Mittelalterliches Denken würde sagen: Das Wasser wurde geheiligt - durch das Hineintauchen des Heiligen. Und tatsächlich veranschaulicht die Darstellung des Heiligen das Hilfreiche und Gute von Wasser: Rettung.

Bei der Taufe symbolisiert das „Eintauchen in das Wasser das Begrabenwerden.

in den Tod Christi, aus dem man durch die Auferstehung mit Christus als eine ‘neue Schöpfung’ hervorgeht.“ Der Tod im Wasser hat für Florian ein neues Leben bedeutet: Zur Gänze hat sich dem eröffnet, was in der Taufe grundgelegt wurde und was wir in der Osterzeit, in der wir noch stehen, besonders feiern: das ewige Leben in Gott.

Florian war ein römischer Soldat, der sich in einer Zeit der Verfolgung öffentlich zum Christentum bekannte. Dieses Bekenntnis wurde ihm aus menschlicher Sicht zum Verhängnis, aus göttlicher Sicht zum Heil, aus der Sicht der Kirche zum ehrenden Andenken. Heute noch hält der Heilige Florian das Ideal von Hilfsbereitschaft hoch. Unsere Pfarren, jede Gemeinschaft, lebt auch vom Dienst der Ehrenamtlichen, von Idealisten, die ein Vorbild sind, weil sie selbst ein Vorbild haben. Beispielsweise einen Heiligen wie den Heiligen Florian, der Sinnbild ist für hilfreiche Tat.

Der Heilige Florian löscht ein brennendes Haus. Er ist damit nicht nur Schutzpatron der Feuerwehr, er ist auch ein Fürbitter für alle, die zum Helfen bereit sind.

Insofern macht es in meinen Augen sehr viel Sinn, ihn als Patron unserer Diözese und unseres Landes Oberösterreich zu haben.

Jeder und jedem Einzelnen von euch, die tagtäglich und immer wieder bereit sind zu helfen und mitzuhelfen, mag ich – nicht nur am Festtag des Heiligen Florian – DANKE sagen.

Pfarrassistent Franz Pamminger