Das Wort zum Sonntag – 5. Sonntag der Osterzeit

Liebe Pfarrgemeinde!

Der Mai ist gekommen - der Wonnemonat beginnt. - Warum bezeichnen wir den Mai als „Wonnemonat“? Nun, der Mai ist seit Jahrhunderten als Wonne-, Liebes-, Blumen- und Frühlingsmonat bekannt. Er ist aber auch Hochzeits- und meist Pfingstmonat, in dem die Kirche ihren „Geburtstag“ feiert. Karl der Große führte im 8. Jh. den Namen (altdeutsch: Wunni-manoth) ein, der auf die warmen Temperaturen und die wiedererwachte Vegetation hinweist.

Doch was bedeutet eigentlich das Wort „Wonne“, das man im heutigen Sprachgebrauch fast gar nicht mehr benutzt? - Laut Duden: Ein hoher Grad der Beglückung, des Vergnügens, der Freude. Ein anderes Lexikon erklärt die Wonne mit: Ein Zustand, in dem man große Freude und Wohlbehagen empfindet.

Und noch eine dritte und letzte Erklärung: Wonne wird verbunden mit Glücksgefühl, Hochgefühl, Genuss, Zufriedenheit. Deshalb bezeichnet man wohl auch ein gut genährtes und fröhlich lachendes Kleinkind als einen „Wonneproppen“.

Diese ungetrübte Wonne wünsche ich euch in diesem Monat, wo dann hoffentlich auch wieder die Gasthäuser aufmachen und wir uns dann wenigstens in kleinen Runden wieder treffen können, um Lachen, Freude, Wärme und Frühling miteinander genießen zu können!

Franz Pamminger