Das Wort zum Sonntag – 2. Sonntag der Osterzeit

Liebe Pfarrgemeinde!

Als ich vor 4 Wochen meinen letzten Beitrag zum Gemeindebrief geschrieben habe, habe ich mir nicht vorstellen können, was noch auf uns zukommt.

Ein Palmsonntag, eine Karwoche, ein Osterfest ohne dementsprechende liturgische Feiern (zumindest nicht im öffentlichen Rahmen). Kein gemeinschaftliches Feiern der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Keine wirkliche Feststimmung am Ostersonntag als äußeres Zeichen der (inneren) Freude über das Geschehene.

Aber über all dieser merkwürdigen, mich teilweise auch etwas traurig machenden Situation steht der österliche Gruß: „Christus ist erstanden, Halleluja. Er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja.“ Das soll uns trotz allem froh machen. Das kann uns auch Mut geben und – wo es notwendig ist – Trost spenden.

Und noch ein Aspekt: Die momentane Situation gibt die Möglichkeit, uns wieder einmal intensiver mit unserem Glauben auseinanderzusetzen. Sie bietet die Chance, unsere spirituellen Bedürfnisse vermehrt selbst in die Hand zu nehmen. Das passt gut zu meiner Vorstellung von mündigen Christinnen und Christen, von selbstbewussten (Pfarr)gemeinden, von einer sich von innen heraus aufrichtenden Kirche.

Nutzen wir diese Zeit als Vorbereitung auf den Tag, an dem wir endlich wieder in (physischer) GEMEINSCHAFT mit unseren Schwestern und Brüdern im Herrn Gottesdienst feiern können. Ich freue mich schon darauf!

Heinz Kratochwill