Das Wort zum Sonntag – Ostersonntag

Liebe Pfarrgemeinde!

Gerade in diesen Tagen spüren wir die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie besonders schmerzlich. Ostern ohne Gemeindegottesdienste – weltweit. Meines Wissens ist dies in der bisherigen Kirchengeschichte noch niemals da gewesen. Wie sehr fehlen uns die gemeinsamen Messfeiern gerade in der Heiligen Woche.

Und dennoch: Das Wesentliche an Ostern kann uns niemand nehmen – auch kein noch so hochansteckendes Virus. Der Heilige Paulus schreibt: „Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“

Nichts kann uns trennen von Gott. Nichts kann uns die Gewissheit nehmen: Jesus ist auferstanden. Er hat die Macht des Todes zerbrochen. Mit seiner Auferstehung hat Jesus für uns alle das Tor zum Reich Gottes weit geöffnet.

Liebe Schwestern und Brüder, auch wenn wir Ostern diesmal nicht gemeinsam feiern können: Feiern wir es zuhause. Nehmen wir den Auferstandenen in unseren Wohnungen und Häusern in unsere Mitte.

Das traumhaft schöne Frühlingswetter in diesen Tagen, das farbenprächtige Blütenmeer, das fröhliche Singen der Vögel, die mutmachenden Telefonanrufe von Verwandten und Freunden – all dies sollen auch Zeichen für uns sein. Zeichen der Liebe Gottes, die stärker ist als der Tod.

Als Christinnen und Christen dürfen wir gewiss sein: Auch wenn uns die Gemeinschaft unserer Glaubensgeschwister jetzt so sehr fehlt - wir sind niemals allein!

Gerade in diesen schweren Tagen ruft uns Jesus sein Versprechen wieder neu in Erinnerung: „Ich bin bei euch, alle Tage – bis zum Ende der Welt.“


Ich wünsche Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Osterfest und erbitte für Sie und alle Ihre Angehörigen den Segen Gottes.

Ihr Pfarrer