Das Wort zum Sonntag – 3. Sonntag der Osterzeit

Liebe Pfarrgemeinde!

an diesem Wochenende findet zum 17. Mal der Linz-Marathon statt. 20.000 Läuferinnen und Läufer finden sich auf der Voest-Brücke ein – sie haben mitunter lange auf dieses „Sport-Event“ hin trainiert. Erschöpft und atemlos werden die Sportlerinnen und Sportler dann hoffentlich ihr selbst gestecktes Ziel erreichen.

Atemlos und völlig „durch den Wind“ – würden wir umgangssprachlich vielleicht sagen – waren bestimmt auch die beiden Emmaus-Jünger, als sie den elf und den anderen Jüngern noch in derselben Nacht erzählten, „was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.“ – Und das Beste kommt erst noch: Während sie noch reden, tritt Jesus selbst in ihre Mitte, verkündet ihnen den Frieden und fordert die sprachlosen Jünger auf, ihn anzufassen und ihm Essen zu reichen. Die Absicht ist klar: Einen Geist würden die bestürzten Jünger weder angreifen können noch würde dieser Hunger und Durst haben. Jesus ist leibhaftig auferstanden – „Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht“ , sagt er ihnen.

Mit dem Auferstandenen, den sie da zu hören, zu sehen und zum Angreifen bekommen, haben die Frauen und Männer in dieser Stunde nicht gerechnet, auch wenn ihnen Jesus seinen Tod und seine Auferstehung angekündigt und er sie monatelang „trainiert“ und vorbereitet hat auf diesen Tag. In diesem Augenblick waren sie wie gelähmt. Vielen hundert Männern, Frauen und Kindern ist der Auferstandene dann noch erschienen. Sie alle bezeugen: Ja, er lebt!

Bei dieser Nachricht soll auch uns der Atem stocken: Jesus ist wirklich auferstanden! Für uns Menschen, die wir fast 2.000 Jahre nach diesen Ereignissen leben, ist diese Tatsache sehr, sehr schwer zu glauben. Wie ein Marathonläufer, der alljährlich beim Linz-Marathon an den Start geht, brauchen auch wir Christen unser regelmäßiges Glaubenstraining. Immer wieder sagen wir uns vor: Ja, er ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden! In diesen Tagen nach Ostern sollen wir besonders oft daran denken!

Pastoralassistent Michael Mitter