Das Wort zum Sonntag – 2. Fastensonntag

Liebe Pfarrgemeinde!

Im Evangelium des 2. Fastensonntags hören wir dieses Mal den Bericht über die Verklärung Jesu am Berg Tabor. Ein Satz ist mir beim Durchlesen besonders ins Auge gestochen: „Da kam eine Wolke und überschattete sie und es erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören“. Die Parallele zu Jesu Taufe im Jordan ist unverkennbar: „Dies ist mein geliebter Sohn …“. Wenn wir in Jesus unseren Bruder sehen, dann gilt diese Zusage Gottes auch für uns. Das bedeutet, in letzter Konsequenz sind wir alle Töchter und Söhne Gottes. Und so wie die meisten Eltern will auch Gott für seine Töchter und Söhne, dass es ihnen gut geht, dass sie ein erfülltes Leben haben, dass für sie und in ihnen das Reich Gottes spürbar wird. Wenn wir uns dieser Liebe Gottes nicht verschließen, dann ist diese Zusage unverrückbar, denn Gott hat uns von Anfang an in seine Hand geschrieben. Ich denke, das ist eine wunderbare Perspektive auch in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie - mit dieser Perspektive können wir hoffnungsfroh auf Ostern zugehen.

Heinz Kratochwill