Das Wort zum Sonntag – 3. Sonntag im Jahreskreis

Liebe Pfarrgemeinde!

Für die Glaubensgeschwister von St. Peter und der Hlgst. Dreifaltigkeit, die mich noch nicht oder noch nicht so gut kennen, darf ich mich kurz vorstellen:

Mein Name ist Heinz Kratochwill, ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder sowie zwei Enkelkinder. Ich arbeite am Kepler Universitätsklinikum MC III (vormals Akh Linz) als Facharzt für Radiologie-Diagnostik. In meiner Heimatpfarre St. Michael bin ich seit 1997 (mit einer Unterbrechung von 2002 – 2007) Pfarrgemeinderats-Obmann. Vor circa 1 1/2 Jahren hat mich Pfarrer Franz Zeiger mit dem geschäftsführenden Vorsitz des Pfarrgemeinderates und der Pfarrgemeinderats-Leitung in St. Michael betraut. Im Rahmen dieser Funktion hat er mir in der zuletzt stattgefundenen Koordinationssitzung unseres Seelsorgeraumes den Vorschlag unterbreitet, mich (abwechselnd mit Franz Zeiger, Franz Pamminger und Michael Lubega) am gemeinsamen Vorwort zu unseren Gemeindebriefen zu beteiligen. Ich habe diesen Vorschlag gerne aufgegriffen, da ich denke, dass ich zwar als theologisch interessierter Mensch aber eben nicht als „studierter“ Theologe mitunter andere, aber dadurch – wie ich glaube – nicht weniger interessante Zugänge und Einblicke zu Fragen unseres Glaubens und unseres (Glaubens)lebens anbieten und einbringen kann. Ich freue mich sehr auf diese Gelegenheit und bitte Sie schon jetzt um Ihre Kommentare und – wo notwendig erscheinend – (konstruktive) Kritik (z.B. unter krato@liwest.at).

Dieser Sonntag wird zum ersten Mal als der – von Papst Franziskus ins Leben gerufene und in einem apostolischen Schreiben vom 30.09.2019 öffentlich zur Kenntnis gebrachte – „Wort-Gottes- oder auch Bibel-Sonntag“ gefeiert. Die Rückbesinnung auf unsere Schriften des Neuen und Alten Testaments (oder auch des Ersten und Zweiten Testaments, wie manche sie lieber bezeichnen) ist ein starkes Zeichen für unsere Zeit. Diese Entwicklung ist sicherlich auch (aber eben nicht nur) dem Umstand geschuldet, dass immer mehr Messfeiern (Eucharistiefeiern) durch Wort-Gottes-Feiern ersetzt werden (müssen). Gleichzeitig erkennen die Menschen aber in ihrer naturgegebenen Fähigkeit zur Reflexion, dass unsere Schriften sehr wohl auch heute viele Antworten auf die brennenden Fragen unserer Zeit, unseres Lebens, geben können. Das heißt, unsere Schriften sind kein alter Schrott, keine Botschaft von gestern für Gestrige oder Vorgestrige, wie so manche uns weismachen wollen. Das Wort Gottes, die Botschaft Jesu, ist aktueller denn je. Ich werde im kommenden Jahr immer wieder versuchen, das in den Blickpunkt meiner Betrachtungen und Ausführungen zu stellen. Inzwischen lade ich Sie ein, das Wort Gottes zu lesen (zu hören), darüber nachzudenken, in der Reflexion Ihre Schlüsse daraus zu ziehen und zu versuchen, Ihre gewonnenen Erkenntnisse in Ihrem Leben umzusetzen.

Heinz Kratochwill