Das Wort zum Sonntag – Fest der Taufe des Herrn

Liebe Pfarrgemeinde!

Kaum jemand wird Sylvester vor Mitternacht ins Bett gekommen sein. Alleine zu Hause vor dem Fernseher, im Kreis der Familie oder von Freunden oder bei einem der vielen Silvesterbälle haben wir die letzten Sekunden des alten Jahres heruntergezählt, uns zugeprostet und uns ein glückliches und gesundes Neues Jahr 2018 gewünscht.

Im Segensgebet, das Jahwe Moses und Aaron lehrt bittet der Beter Gott darum, uns sein Antlitz zuzuwenden und über uns leuchten zu lassen. Gott soll sich ganz, mit seinem ganzen Ich und der Macht seiner ganzen Persönlichkeit dem Menschen zuwenden, ihm gnädig sein und ihm sein Heil schenken.

Mit dieser Zusage Gottes beginnen wir dieses neue Jahr. Gott schenkt uns die Gewissheit, dass er auch in diesem Neuen Jahr an unserer Seite sein wird, unser Leben in all seinen Höhen und Tiefen so begleiten wird, dass uns nichts von ihm trennt, sondern uns alles zum Heil gereichen wird. In diesem Vertrauen dürfen wir mutig die ersten Schritte in diesem Jahr 2018 gehen und ohne Angst das erwarten, was vor uns liegt.

Wer wirklich erfahren hat, dass der Herr trotz der je eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten sein Antlitz über ihm leuchten lässt, ihm sein Antlitz zuwendet und sein Heil schenkt, der kann in diesem Vertrauen auch den anderen Menschen begegnen. Und so dazu beitragen, dass auch ihr Leben heil und lebenswert werden kann. So können wir auch mit Papst Franziskus unser Augenmerk nicht nur auf eine gute persönliche Zukunft, sondern auch auf die großen Herausforderungen der Menschheitsfamilie: Frieden und Migration richten.

Ein Neues Jahr hat begonnen. Mit Gottes liebender Zusage beginnen auch wir den Weg, der vor uns liegt. Lasst uns diesen Weg im Vertrauen auf Gottes Liebe gehen, aber auch in der Bereitschaft zu der Verantwortung, die Gott uns in unserer Zeit aufträgt. Unter den Augen Gottes können wir voll Vertrauen dieses neue Jahr beginnen.

Euch allen ein von Gott gesegnetes, ein freud-volles neues Jahr 2018!

Pfarrassistent Franz Pamminger