Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 26. Sonntag im Jahreskreis

An diesem Sonntag möchte ich uns eine kurze Geschichte von Pedro Calderon de la Barca ans Herz legen. Sie trägt den Titel

Der gute Mensch am Höllentor
Die Hölle war total überfüllt, und noch immer stand eine lange Schlange am Eingang. Schließlich musste sich der Teufel selbst heraus begeben, um die Leute fortzuschicken. „Bei mir ist nur noch ein einziger Platz frei“, sagte er, „den muss der größte Sünder bekommen.“
Der Teufel hörte sich die Verfehlungen der einzelnen an. Aber was auch immer sie ihm erzählten, nichts schien ihm schrecklich genug, als dass er dafür den letzten Platz in der Hölle hergeben mochte. Doch da stand noch ein Mann ganz für sich allein, den er noch nicht befragt hatte. „Was haben Sie denn getan?“ fragte ihn der Teufel. „Nichts“, sagte der Mann, „ich bin ein guter Mensch und nur aus Versehen hier.“ „Aber Sie müssen doch etwas getan haben“, sagte der Teufel, „jeder Mensch stellt etwas an.“
„Ich sah es wohl“, sagte der „gute Mensch“, „aber ich hielt mich davon fern. Ich sah, wie Menschen ihre Mitmenschen verfolgten, aber ich beteiligte mich niemals daran. Sie haben Kinder hungern lassen und in die Sklaverei verkauft; sie haben auf den Schwachen herum getrampelt. Überall um mich herum haben Menschen Übeltaten jeder Art begangen. Ich allein widerstand der Versuchung und tat nichts.“
„Absolut nichts?“ fragte der Teufel ungläubig, „sind Sie sich völlig sicher, dass Sie das alles mitangesehen haben?“
„Vor meiner eigenen Tür“, sagt der „gute Mensch“.
„Und nichts haben Sie getan?“ wiederholte der Teufel. „Nein!“
„Komm herein, mein Sohn, der Platz gehört dir!“
Und als er den „guten Menschen“ einließ, drückte sich der Teufel zur Seite, um nicht mit ihm in Berührung zu kommen.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen von Herzen

Franz Zeiger, Pfarrer

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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