Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 29. Sonntag im Jahreskreis

Tagtäglich verschwinden durch den verantwortungslosen Umgang des Menschen mit der Natur unzählige Tier- und Pflanzenarten für immer von unserem Planeten. Die letzten freien Grünflächen in den großen Städten werden zudem durch Abholzen und Zubetonieren zerstört - man könnte verzweifeln.

Auch wenn das Umweltbewusstsein und der Schöpfungsgedanke in den letzten Jahren in unserer Gesellschaft immer mehr wächst, siegt leider zu oft doch der Beton über die Pflanzen, das Erstarrte über das Lebendige, der Stein über die Auferstehung.

Aber das, was „normalerweise“ ist, sollte nicht die Norm sein.

Menschen sollten, wenn sie im Umgang mit den Mächtigen und den Behörden auf Granit beißen, nicht so schnell aufgeben und ihre Zähne nicht schonen. Darauf warten die Mächtigen ja nur, meint Jesus mit dem Gleichnis vom Richter und der Witwe im heutigen Evangelium.

Aber selbst wenn Menschen ewig hartherzig sind: Bei Gott beißt man nicht auf Granit.

Darum ist jeder Löwenzahn, der den unkrautjätenden Hausbesitzern ein Dorn im Auge ist, weil er seine Wurzeln sogar in Asphalt und Beton hineinzwängt, letztlich auch ein Symbol der Hoffnung. Und er ist ein Gleichnis dafür, dass Gott kein Gott aus Granit ist.

Franz Zeiger, Pfarrer

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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