Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 2. Adventsonntag

Der Advent hat begonnen, die erste Kerze am Kranz wurde entzündet, den Punsch habe ich auch schon gekostet und Weihnachten rückt näher. Im Evangelium eilen die Menschen zu Johannes in die Wüste. Sie wollen ihn hören. Scheinbar hat es die Runde gemacht in Dörfern und Städten: Ihr müsst zu ihm gehen! - Ein Event? Ein Erlebnis? Nichts von beidem - oder nur am Rande. Es ist die Botschaft, die Beine und Herzen in Bewegung bringt. Die Botschaft ist einfach, fast schon genial, dabei spannungsgeladen: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe!

Als Kind habe ich mich immer gefragt, warum in der Adventszeit von "Umkehr", von "Buße" - ein anderes Wort dafür - die Rede ist. Ich stellte mir vor, wie das ist, zurückzugehen. Meine bescheidenen Versuche sind alle kläglich gescheitert. Ich merkte, nicht einmal das letzte Wort zurückholen zu können, wenn es einmal draußen ist. Irgendwann wurde mir der Gedanke aber auch immer suspekter: Ich kann doch nicht immer nur rückwärts gehen, an einen alten Ausgangspunkt zurückkehren wollen. Ich gehe doch immer weiter, nach vorne, sozusagen.

Jetzt freue ich mich, Johannes zu hören. Er sagt, dass das "Himmelreich" nahe ist - also Gott, sein Reich, seine Zukunft. Jesus kommt in den Blick. Ich kann ihm entgegengehen, mich ihm öffnen, ihn aufnehmen. Ich kann neu anfangen. Eine neue Zeit bricht an. Sie ist ganz von der Liebe, von der Verheißung Gottes bestimmt. Menschen merken das, wenn ihnen die Kraft zuwächst, alten Geschichten ein liebevolles Gesicht zu geben, wenn sie der Hoffnungslosigkeit ihre Hoffnung gegenüberstellen. Mutig und unbeirrt.

Das größte Geheimnis dieses Wortes "Umkehr" ist, dass Gott sich zu uns kehrt. Um-kehrt. Das Wort gefällt mir immer besser. Ich sehe jetzt Jesus. Und der Blick auf ihn gibt mir Kraft und Mut, den nächsten Schritt zu setzen, der notwendig ist, aber vor dem ich mich immer gescheut habe. Wenn ich auf Gott blicke, gibt es kein Zurück mehr! - Eine Aufbruchsgeschichte also, die uns unverhofft zugemutet wird: halte inne, nimm Gott in den Blick, der sich zu dir umkehrt und setz´ vertrauensvoll den notwenigen nächsten Schritt

Pfarrassistent Franz Pamminger

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land und besitzen kaum mehr als die Kleidung, die sie am Leib tragen.

In Linz angekommen werden sie in Zelten untergebracht – trotz Regen und Kälte. Es gibt für diese Menschen in unserer Stadt kein ordentliches Dach über dem Kopf, so scheint es.

Die Helferinnen und Helfer vor Ort sind am Limit ihrer Möglichkeiten und Kräfte. Die Lage ist desaströs.

Als Pfarrgemeinde wollen wir helfen, so gut es geht: Wir haben daher in unserem Pfarrheim vorübergehend Platz für 12 heimatlose Menschen geschaffen.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Liebe Spallerhoferinnen und Spallerhofer, ich bitte Sie vom Herzen, die uns für eine kurze Zeit anvertrauten Menschen wohlwollend in unserer Mitte aufzunehmen.

Ihr Pfarrer
Franz Zeiger

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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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