Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 15. Sonntag im Jahreskreis

„Con l’amore di una madre“ – mit der Liebe einer Mutter sei den Kranken und Leidenden zu begegnen. So meinte ein Heiliger, der in unseren Breiten ein wenig zu kurz kommt. Im Direktorium ist er am 14. Juli mit einem sogenannten „kleinen g“ verzeichnet, was soviel bedeutet wie „nicht gebotener Gedenktag“. Daher ist er mancherorts relativ unbekannt. Die Rede ist vom Hl. Kamillus. Kamillus de Lellis wurde im Jahr 1550 in Buccianico in Italien geboren. Nach einer abenteuerlichen Jugend und einer noch abenteuerlicheren Bekehrung erkennt er Christus in den Kranken, Leidenden und Sterbenden. Er beschließt, fortan ganz für diese Menschen da zu sein. So wird er zunächst Krankenpfleger. Bald wird ihm aber klar, dass das nicht genügt. Nicht allein dem Körper, auch der Seele der Patienten gilt nun sein ganzes Bemühen. So entschließt er sich kurzerhand Priester zu werden. Er reformiert daraufhin das Spitalswesen in einer bisher noch nie dagewesenen Form. Jeder Kranke soll sein eigenes Bett bekommen – damals eine unglaubliche Errungenschaft! Täglich verbringt er nach Dienstschluss noch bis tief in die Nacht unzählige Stunden bei Todkranken und Sterbenden. Bald schließen sich ihm Gleichgesinnte an. So gründet er den Orden der „Diener der Kranken“ – bekannter als „Kamillianer“. Der Papst verleiht ihnen als Unterscheidungszeichen zu allen anderen ein rotes Kreuz, das sie fortan auf ihrer Soutane tragen. Im Einsatz bei Pest- und Choleraepidemien lassen viele Kamillianer ihr Leben. Doch immer wieder drängt es sie zu den Kranken. Bald werden sie wegen ihres Einsatzes für die Sterbenden die „Väter vom guten Tod genannt. Im Jahr 1614 stirbt Kamillus und hinterlässt eine mittlerweile blühende Ordensgemeinschaft.

„Legt euer Herz in eure Hände“, so trägt er seinen Nachfolgern auf. Gegenwärtig, da in zunehmendem Maß der Euthanasie das Wort geredet wird – in einer Gesellschaft, in der für Alte, Kranke und Leidende kein Platz mehr zu sein scheint, gerade hier und heute ist dieser Auftrag des Hl. Kamillus brandaktuell.

Franz Zeiger, Pfarrer

 

→  Zum Verzeichnis der Sonntagsworte...

 

„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

Pfarrreise Friaul & Triest

weitere Informationen

Pfarrreise Polen

weitere Informationen

Gottes Schöpfung...

... in unserer Hand!
Unser Projekt TierLichtBlick weiter...

Speziell für unsere Kleinen ...

... sind die tierischen Bewohner, die in unserem Pfarrhaus für mehr Leben sorgen, online!
Arche Noah
weiter...

Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

Links

Viele interessante Linksweiter...