Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 5. Sonntag im Jahreskreis

"Fürchte dich nicht!"

Ist es diese Zusage, die ein Mensch nach einer Gotteserfahrung braucht? Angesichts der übervollen Netze und Fischerboote kann Simon nicht anders, als vor Jesus auf die Knie zu fallen, sich klein zu machen und erschüttert um Distanz zu bitten. Aber bleibt er in diesem seelischen Zustand? Oder aktuell gefragt: Muss ich vor Gott erst auf die Knie, um von ihm anerkannt zu werden, um es ihm "recht" zu machen? Ist dies die Botschaft Jesu?

Simon erfährt die göttliche Macht Jesu in für ihn im wahrsten Sinne des Wortes ergreifender Weise: Das Fischwunder, die übervollen Netze, führen ihm vor Augen, wer Jesus ist und in welchem Auftrag er unterwegs ist. Somit ist dieses Ereignis keine Drohung für Simon, sondern der Beweis der göttlichen Macht, die das Irdische - um das Bild der fast zerreißenden Netze zu überbieten - übersteigt und aufbricht und für Simon eine neue Lebensgewissheit eröffnet: In Jesus ist Gott bereits hier und jetzt erfahrbar.

Angesichts dieser neuen Sicht hat Simon keine andere Kategorie seines Handelns als demütig zu werden, sich selbst seiner Begrenztheit, seiner Endlichkeit bewusst zu werden, weil alles andere Bisherige seine Größe verloren hat. Die Aussage "Fürchte dich nicht!" ist es dann, die Petrus zu neuer Größe aufrichten lässt.

Dies ist das eigentliche Wunder der Erzählung: Nicht die übervollen Netze nach einer bereits erfolglos durchgearbeiteten Nacht auf dem See Gennesaret, sondern das damit verbundene Wort Jesu und seine Wirkung auf Simon: Ein Neuanfang, ein "gnadenhaftes", geschenktes Ereignis, das zugleich auf die neue Größe des Simon verweist: Als Menschenfischer wird er künftig unterwegs sein, so die Prophezeiung Jesu.

"Fürchte dich nicht!" Welch ein Zuspruch, welch eine Kraft! So wird die Gotteserfahrung zum Berufungsgeschehen. Lassen wir uns diese Zusage an diesem Sonntag schenken: "Fürchtet euch nicht!"

Franz Zeiger, Pfarrer

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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