Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 32. Sonntag im Jahreskreis

Als Jugendlicher bin ich einmal mit ein paar Freunden nach Linz ins Brucknerhaus zu einem Konzert gefahren. Der letzte Zug heim nach Steyr ging kurz vor 24.00 Uhr. Zeit, noch auf ein Bier zu gehen. Na ja, wir sind halt ein wenig länger gesessen. Als wir dann am Bahnhof angekommen sind, war der letzte Zug jedenfalls gerade weg. Ein saudummes Gefühl. Wären wir doch früher vom Gasthaus aufgebrochen...

Ein ähnliches Gefühl kommt in mir hoch, wenn ich das heutige Gleichnis, das Gleichnis vom „abgefahrenen Zug" höre. So etwas passiert mr ja immer wieder. Jemand will dringend mit mir reden: „Nein, momentan passt es nicht, damit habe ich jetzt nicht gerechnet. Vielleicht ein anderes Mal!“ - Unwiderruflich vorbei!

Ein Ministrant zeigt mir stolz eine Zeichnung : „Ach, lass das jetzt, die Messe beginnt gleich!" - Unwiderruflich vorbei!

Eine Mitarbeiterin schaut mich erwartungsvoll an: Ihre Torte für das Pfarrcafe ist heute besonders gut gelungen! Ich ignoriere ihren Blick - unwiderruflich vorbei!

„Kluge Jungfrau" sein heißt wach und bereit zu sein. Denn der Augenblick seines Kommens ist schnell vorbei, unwiederholbar - und etwas nachholen, wie die fünf törichten Jungfrauen das Öl, geht nicht - der Zug ist abgefahren, für immer.

„Seid wachsam!" mahnt Jesus. Verschlaft nicht solche Chancen, die euch das Leben immer wieder schenkt. Hinterherjammern, wie es die törichten Jungfrauen getan haben, nützt überhaupt nichts - die Vergangenheit ist Schnee von gestern. Einmalige Ereignisse sind nicht wiederholbar. Der Zug ist abgefahren, die Tür ist ins Schloss gefallen.

Wir müssen gar nicht auf den Himmel im Jenseits warten. Hier und jetzt schon können wir Augenblicke des Himmels, Erfahrungen der Liebe Gottes also, erleben - wenn wir sie nicht verschlafen!

Franz Zeiger, Pfarrer

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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