Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 4. Fastensonntag

Jesus heilt einen blinden Bettler. Der Text dieses Evangeliums schließt mit den Sätzen:

„Um zu richten, bin ich in diese Welt gekommen: damit die Blinden sehend und die Sehenden blind werden. Einige Pharisäer, die bei ihm waren, hörten dies. Und sie fragten ihn: Sind etwa auch wir blind? Jesus antwortete Ihnen: Wenn ihr blind wäret, hättet ihr keine Sünde. Jetzt aber sagt ihr: Wir sehen. Darum bleibt eure Sünde.“

Das ist Konfrontation, was man hier spürt! Eine ernste, warnende Sprache. Und das hören wir ausgerechnet am Sonntag „Laetare“ – das bedeutet ja bekanntlich „Freue dich!“ Wie passt das zusammen? Nicht Drohbotschaft sondern Frohbotschaft soll doch Evangelium sein. Das ist zweifelsfrei richtig. Und doch ist es nur die eine Seite der Medaille. Wer nicht gleichzeitig die andere Seite sieht, hat eben nur die Hälfte verstanden.

Jesus hat das endgültige Heil des Menschen im Sinn. Gott ist der gute Vater, der nicht zusehen kann, wie seine Kinder blind auf Abgründe zulaufen.

Hier ist die Stelle, wo wir uns alle im Blindgeborenen wiederfinden können. Wir unterscheiden uns viel weniger von den Pharisäern zur Zeit Jesu, als wir es bisweilen wahrhaben wollen. Über weite Strecken sind wir davon überzeugt, dass es „die Anderen" sind, die es so weit haben kommen lassen mit unserer Welt. Da gibt es eine unerschöpfliche Palette von Gesprächsthemen: von Terroranschlägen und Kriegen, von der Kernenergie bis zur Abholzung des Regenwaldes, von der Tötung Ungeborener bis hin zur Euthanasie. Und sehr rasch findet man auch immer Gruppen, die man verantwortlich machen kann: Atheisten oder Kommunisten, Muslime oder Christen, Kirchen oder Banken, Gewerkschaften oder Unternehmer, Wähler oder Nichtwähler, - jeder „andere", nur eben nicht ich!

Wir alle können uns im Blindgeborenen wiederfinden. Und wir alle können uns von Jesus heilen lassen. Dann wird es auch uns wie Schuppen von den Augen fallen, wenn wir erkennen, dass die beiden Seiten der Medaille - die ernste und die frohe - die beiden Seiten ein und derselben Münze sind: die heilende Begegnung mit Jesus, der nicht gekommen ist, um Sündenböcke zu suchen, sondern irrende „Schafe“.

Franz Zeiger, Pfarrer

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land und besitzen kaum mehr als die Kleidung, die sie am Leib tragen.

In Linz angekommen werden sie in Zelten untergebracht – trotz Regen und Kälte. Es gibt für diese Menschen in unserer Stadt kein ordentliches Dach über dem Kopf, so scheint es.

Die Helferinnen und Helfer vor Ort sind am Limit ihrer Möglichkeiten und Kräfte. Die Lage ist desaströs.

Als Pfarrgemeinde wollen wir helfen, so gut es geht: Wir haben daher in unserem Pfarrheim vorübergehend Platz für 12 heimatlose Menschen geschaffen.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Liebe Spallerhoferinnen und Spallerhofer, ich bitte Sie vom Herzen, die uns für eine kurze Zeit anvertrauten Menschen wohlwollend in unserer Mitte aufzunehmen.

Ihr Pfarrer
Franz Zeiger

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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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