Willkommen in der Pfarre Linz – St. Peter!

Das Wort zum 29. Sonntag im Jahreskreis

Am heutigen Fest danken wir Gott für die Schöpfung und für die Ernte unserer Arbeit. Als sichtbares Zeichen dafür steht unsere Erntekrone in der Kirche und der Altarraum ist mit Erntegaben geschmückt.

Wir Christen sehen uns als Teil der göttlichen Schöpfung und führen auch das, was wir erarbeiten, auf Gott zurück. Daher danken wir ihm für alles, was die Schöpfung uns schenkt und für die Früchte unserer Arbeit.

Wir bleiben ja immer Teil von Gottes Schöpfung, selbst wenn wir in sie eingreifen. Und wahrscheinlich tut eine Rückbesinnung auf die Abhängigkeit von dieser Natur, die wir immer wieder positiv und negativ beeinflussen, gut. Damit verbunden können wir unsere Dankbarkeit Gott gegenüber zum Ausdruck bringen, indem wir ihm seine Schöpfung und die vielen Dimensionen menschlicher Arbeit mit Dank und Bitte ans Herz legen. Erntedank bedeutet Dank für das Gute im Leben, Dank für die Fülle an Gutem, die uns umgibt und die unser Herz erfreut.

Erntedank ist auch Dank für den Segen des Empfangens und Dank für die guten Gaben Gottes.

Das Erntedankfest soll aber auch ein Anstoß dazu sein, die Mitmenschen, denen es nicht so gut geht wie uns, die in eine missliche Lage geraten sind und nicht genug zum Überleben haben, nicht zu vergessen. Mit Armen und Hilfsbedürftigen zu teilen ist ein Zeichen des Dankes für die guten Gaben, die wir immer wieder von Gott erhalten.Weil wir also Empfangende sind müssen wir auch Gebende sein und Zeichen christlicher Nächstenliebe in unserer Welt setzten.

Franz Zeiger, Pfarrer

 

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„...das habt ihr mir getan!“

Krieg und Terror zwingen Menschen, unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat zu fliehen. Sie müssen dort alles, was ihnen vertraut war, ihre Angehörigen, ihre Freunde und ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Sie kommen in unser Land mit der verzweifelten Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Geborgenheit.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums sagt Jesus: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Wir haben daher im Jahr 2015 in unserem Pfarrheim Platz für zwölf heimatlose Menschen geschaffen. Unsere Pfarrgemeinde hilft seither, so gut es geht.

Viele Freundschaften sind gewachsen. Mittlerweile sind unsere syrischen Freunde nicht mehr aus unserer Pfarre wegzudenken.

Ich danke allen Spallerhoferinnen und Spallerhofern und allen Freundinnen und Freunden aus Nah und Fern, die unsere syrischen Gäste so liebevoll annehmen, die uns immer wieder mit ihrem tatkräftigem Engagement, mit ihrem stets offenen Herzen und mit ihrem Gebet unterstützen.

Danke, dass Ihr uns helft, den uns anvertrauten Menschen vorübergehend ein menschenwürdiges Zuhause bieten zu können und ihnen einen guten Start in ihr neues Leben zu ermöglichen!

Ihr dankbarer Pfarrer
Franz Zeiger

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Bildnachweis: Grafikwerkstatt Hand & Maus – Diana Kohne

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